Wildkräuter – heilsame Schätze der Natur

Wild- bzw. Heilkräuter vereinen unglaublich viele Vorzüge für den menschlichen Organismus. Der augenscheinlichste, doch längst nicht einzigste Vorteil: du findest sie gratis in der Natur. Weiterhin beinhalten sie wesentlich mehr Vital- und Nährstoffe als das Kulturgrün. Der Grund: die Agrarwirtschaft setzt andere Prioritäten als den Erhalt der wertvollen Inhaltsstoffe. Hier wird hauptsächlich auf Ertrag, Optimierung der Haltbarkeit sowie Krankheitsresistenz gezüchtet.
Außerdem enthalten Heilkräuter den Pflanzenfarbstoff Chlorophyll in besonders hohen Mengen. Er wird nicht umsonst als “grünes Blut” bezeichnet, denn er ähnelt in der Tat unseren eigenen roten Blutfarbstoff – dem Hämoglobin – mit dem Unterschied, dass anstelle von Eisen als Zentralatom Magnesium vorliegt. Mit anderen Worten: auch wir können von den vielfältigen positiven Wirkungen profitieren. So wirkt Chlorophyll beispielsweise blutreinigend, entgiftend, wundheilungsfördernd und aktiviert vor allem das Immunsystem.

Tipps für Sammler

Achte unbedingt darauf deine Heilkräuter an abgeschiedenen und unbelasteten Plätzchen zu sammeln. Ein Straßenrand mit starker Verkehrsfrequenz erweist sich natürlich als absolut kontraproduktiv. Auch für Hunde zugängliche Parkanlagen und Wiesen solltest du meiden. Sammle nur die Heilkräuter, die du eindeutig identifizieren kannst, denn einige giftige Pflanzen sehen den kurativen zum Verwechseln ähnlich (z.B. Bärlauch vs. Maiglöckchen). Pflücke nur soviel wie du wirklich für den Eigenbedarf benötigst. Optimalerweise sollten die Heilkräuter danach noch weiter wachsen können. Nachhaltigkeit spielt hier eine wichtige Rolle.

Verarbeitung der Heilkräuter

Wildkräuter lassen sich ausgezeichnet trocknen: hierfür kannst du einfach die Sonne oder (wie ich) ein Dörrgerät zu Hilfe nehmen. Dazu lässt du sie bei schonenden 35°C über mehrere Stunden dehydrieren. Danach füllst du sie im Ganzen in luftdichte Vorratsgläser. Kurz vor Gebrauch kannst du die Heilkräuter im Blender fein mahlen. Auf diese Weise sicherst du dir auch in der kalten Jahreszeit eine gehörige Portion Pflanzenpower. Nähere Informationen erhältst du auch in meinem Beitrag über selbst gemachtes Superfood-Pulver. Meine Mutti sammelt ebenfalls täglich Heilkräuter und integriert sie in ihre täglichen grünen Smoothies. Dank ihr habe ich übrigens bereits in meiner Kindheit meine Liebe zum Wildgrün entdeckt. Denn sie hat dieses regionale Superfood seit ich denken kann in unseren Speiseplan integriert. Wir sind immer zusammen losgezogen und haben sie im Garten oder auf unseren Ilmwiesen gesammelt.

Hilfe zum Einstieg in die Welt des Wildgrüns

Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig inspirieren und animieren selbst Heilkräuter zu sammeln und deinen Ernährungsplan beizufügen. Dein Körper wird es dir danken! Falls du dich mit diesem Thema intensiver auseinandersetzen möchtest, empfehle ich dir die Teilnahme an Wildkräuterwanderungen. Außerdem biete ich zu diesem Thema rund um’s Jahr Workshops an. Bei Interesse kannst du mich gern kontaktieren. Als ausgezeichnete Einstiegskräuter empfehle ich dir z.B. Brennnesseln, Giersch, Löwenzahn, Gänseblümchen, Wegerich und Vogelmiere. Meine absoluten Favoriten stelle ich dir in diesem Beitrag vor. Hier findest du kurze Portraits mit den relevantesten Inhaltsstoffen, einigen Verarbeitungstipps und die kurativen Wirkungen.

Falls du weitere Fragen oder Anregungen zum Thema Heilkräuter hast, dann teile sie gern in den Kommentaren. Für weitere Inspirationen kannst du auch mal Instagram vorbeischauen.

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