Müsli-Basismischung: gesund, lecker, vollwertig

Rohveganes Müsli mit frischem Gartenobst und Kakaonibs

Was das Frühstück anbelangt, so gehörte ich seit meiner Kindheit zu den absoluten „Süßmäulchen“. Seit jeher bestand es aus Nutella mit Weißmehlbrötchen – mit anderen Worten: ich verzehrte eine Zucker-Fett-Gluten-Bombe. Dementsprechend suboptimal habe ich mich nach Abschluss der Mahlzeit auch gefühlt – müde, erschöpft, abgeschlagen…
Doch dann folgte der Durchbruch in Form meiner Ernährungsumstellung vor mehreren Jahren. Seither gehört das morgendliche Müsli zum festen Bestandteil meines Frühstücks. Durch die enthaltenen Proteine in Kombination mit gesunden Fetten und komplexen Kohlenhydraten ließ der durchschlagende Erfolg nicht lange auf sich warten. Ich starte mit richtig viel Power in den Tag, bin sowohl physisch als auch psychisch wesentlich leistungsfähiger und das Morgentief gehört der Vergangenheit an.

Zutaten Basismischung

  • 1 Teil Nüsse/ Kerne (Walnüsse, Pekannüsse, Paranüsse, Macadamias, Mandeln, Pistazien, Cashews, Erdmandeln, Kokosraspeln…)
  • 1 Teil Saaten (Sesam, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Hanfsamen)
  • 3 Teile Sprossen (angekeimt, anschließend im Dörrgerät getrocknet): z.B. aus Buchweizen, Quinoa

Zubereitung

  • Nüsse und Kerne ggf. im Backofen kurz anrösten
  • Hälfte davon im Blender mahlen, Rest grob hacken
  • alles zusammen in Schüssel geben und mit Saaten sowie Sprossen homogen vermischen
  • Müsli in Vorratsgefäß füllen und trocken sowie luftdicht verschlossen aufbewahren

Flexibles Basisrezept

Rohvegane Müsli-Basismischung
Müsli-Basismischung

That’s it! So schnell und einfach lässt sich die Müslibasis herstellen. Wie du siehst, besteht sie lediglich aus Nüssen, Saaten, Kernen und Sprossen. Du kannst die Zusammensetzung nach deinem persönlichen Gusto variieren. Die oben genannten Sorten dienen lediglich als Inspiration und stellen meine persönlichen Favoriten dar, zwischen denen ich dann meine Basismischungen immer variiere (ich integriere nicht alle genannten in einen Ansatz). Optional kannst du auch Gewürze wie Zimt und Vanille zufügen oder Trockenfrüchte und Superfoods wie Fruchtpulver, Kakaonibs, Spirulina, Baobab, Mesquite, Lucuma oder Carob integrieren.
Sehr gern verwende ich ferner noch gekeimtes Pseudogetreide. Hierfür weiche ich zunächst alles ein, lasse es anschließend für 2-3 Tage ankeimen und trockne die Sprossen ca. 2 Stunden im Dörrgerät. Detailliertere Infos zur Anzucht findest du in diesem Essay.

Problem Phytinsäure

Um ein intensiveres Aroma zu erzeugen, kannst du die Nüsse bzw. Kerne vorher anrösten. Gleichzeitig verringerst du dadurch auch den Gehalt des sekundären Pflanzenstoffs Phytinsäure, der in den meisten oben genannten Sorten enthalten ist. In der Natur liegt er als Phytat-Anion vor und kann aufgrund der komplexierenden Eigenschaften wichtige kationische Elektrolyte wie Eisen, Magnesium, Zink oder Calcium binden, so dass sie unserem Organismus nicht länger zu Verfügung stehen. Alternativ kannst du die Nüsse, Kerne und Saaten auch über mehrere Stunden bzw. über Nacht einweichen und anschließend im Ofen auf niedrigster Stufe, über der Heizung oder im Dörrgerät trocknen, um den Säuregehalt zu reduzieren. Auf diese Weise wird auch bei magen-sensitiven Personen die Verträglichkeit verbessert.

Müsli-Fertigstellung

Aus dieser Basismischung entnehme ich für eine Portion ca. 4-5 EL und fülle alles in eine mittelgroße Schüssel. Das Ganze mariniere ich entweder mit meiner Cashewmilch oder ferner mit einem Klecks DIY-Cashewjoghurt. Zur Abrundung werden dann noch Früchte der Saison dazu geschnitten, die ich vorzugsweise aus dem Garten beziehe. Optional stäube ich noch eine Prise Zimt und gemahlene Vanille darüber. Im Winter verwende ich an dieser Stelle immer meine beiden hauseigenen Mischungen für Lebkuchen- und Spekulatiusgewürz. Dafür belasse ich allerdings die Pflanzenmilch komplett naturell.
Süßungsmittel integriere ich prinzipiell nie, da mir die natürliche Fruchtsüße völlig ausreicht. Du kannst allerdings ggf. noch mit Datteln oder anderen Trockenfrüchten, Dattelsüße, Yaconsirup, Apfeldicksaft bzw. deinem bevorzugten Zuckerersatz nachhelfen.

Was hälst du vom morgendlichen Müsli? Hast du eine Präferenz? Dann teile doch gern deine Erfahrungen in den Kommentaren oder via Facebook.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.