Nektarinen – Inhaltsstoffe, Lagerung, Rezepte

Nektarinenernte in unserem Permakulturgarten

Nektarinen (lat. Prunus persica var. nucipersica) gehören zur Familie der Rosaceae (Rosengewächse). Diese delikate Kreuzung aus Pfirsich und Pflaume verzehre ich leidenschaftlich gern, deshalb bereichert eine kleine Zwergnektarine seit einigen Jahren unseren Garten.

Nektarinenanbau relativ schwierig

Zwerg Nektarine in unserem Permakulturgarten
Nektarinenbaum im Freiland

Allerdings entpuppte sich dieses zarte Bäumchen zunächst als unser Sorgenkind. Die Blätter wirkten zu Beginn ein wenig lädiert und das Pflänzchen konnte nicht richtig Fuß fassen. Jedoch zeigten sich kurz darauf einige Triebe und in 2017 konnten wir die ersten Früchten ernten. Wichtig: zuerst muss vor der Pflanzung unbedingt die Erde aufgelockert werden. Die Nektarine bevorzugt sandige sowie humusreiche Böden. Nach dem Pflanzen haben wir noch ein wenig Rindenmulch um das Areal verteilt, so dass ein Austrocknen der Wurzeln verhindert und eine ausreichende Feuchtigkeit gewährleistet wird.

Wertvolle Inhaltsstoffe und Funktionen

Vitamine

  • Vitamin C (ca. 10 mg): Stimulierung des Immunsystems, Antioxidans und Radikalfänger, Hormonsynthese, Aufbau von Knochen und Bindegeweben sowie Zähnen
  • Vitamin E (ca. 0,5 mg): Abwehr von Bakterien, Antioxidans und Radikalfänger, Schutz der mehrfach ungesättigten Fettsäuren vor Oxidation, Signaltransduktion
  • Vitamin H (ca. 1 µg): Kohlenhydrat-, Protein-, Fettstoffwechsel, Aufbau und Gesundheit von Haut und Haaren sowie Nägeln

Mineralstoffe

  • Eisen (ca. 0,5 mg): Hämoglobin- und Myoglobin-Bestandteil, Sauerstoffspeicherung sowie Transport, Energiegewinnung, Immunabwehr, Baustein von Enzymen
  • Kalium (ca. 210 mg): Regulation des Wasser- und Säure-Basen-Haushalts, Reizübertragung, Aufrechterhaltung des elektrochemischen Gleichgewichts, Muskelkontraktion, Enzymaktivator, Herzfunktion
  • Magnesium (ca. 10 mg): Enzymaktivator bzw. Inhibitor, Aufrechterhaltung des elektrochemischen Gleichgewichtes, Reizübertragung, Synthese von Fettsäuren und Proteinen, Kontrolle der Muskelkontraktion (extrazellulär als Calcium-Antagonist)
  • Phosphat (ca. 20 mg): Aufbau und Festigung der Knochen und Zähne, Energiequelle im Zellstoffwechsel (in Form von ATP), Beteiligung am Säure-Basen-Haushalt als Phosphat-Puffersystem, Bestandteil von Amino- und Nukleinsäuren

Weitere

  • Antioxidantien (z.B. β-Carotin): Radikalfänger, Schutz der Körperzellen

Die Mengenangaben beziehen sich auf 100 g des entsprechenden Lebensmittels und dienen zur groben Orientierung, denn sie stellen lediglich Durchschnittswerte dar. Da es sich um Naturprodukte handelt, können die Werte Schwankungen unterliegen.

Lagerung

Nektarinen verderben leider relativ schnell, deshalb solltest du sie unbedingt im Kühlschrank deponieren. Achte vor allem darauf, dass sie sich nicht überlagern, um Druckstellen zu vermeiden. Weil sie das Reifegas Ethylen bilden, solltest du sie immer separat von anderen Obst- und Gemüsesorten aufbewahren.
Greife beim Kauf am besten auf Früchte mit fester Haut zurück, die bei sanftem Druck nicht nachgibt.

Verarbeitung

Nektarinen kannst du einfrosten nachdem du sie entsteint hast. Danach kannst du sie in Hälften oder Stücke schneiden und in Gefrierbeutel umfüllen. Ihre Haltbarkeit beträgt 8 Monate.
Neben dem rohen Verzehr integriere ich die delikaten Früchte sehr gern in Süßspeisen wie Desserts, Müslis oder Rohkosttorten, aber auch in herzhafte Currys, Saucen oder Chutneys als liebliche Komponente.

Vegane Rezepte

Abschließend findest du hier noch einige gesunde und vollwertige Rezeptinspirationen, die du aus Nektarinen zaubern kannst. Dementsprechend verzichten sie wie immer auf künstlichen Zuckerzusatz und Gluten.

Falls du Anregungen, Fragen oder Ergänzungen hast, dann teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren oder via Facebook.


Quellen:

Die dargelegten Informationen entstammen hauptsächlich dem Erfahrungsschatz meines Opas, meiner Mutti und mir sowie meinen Mitschriften aus den folgenden Vorlesungen meines Pharmaziestudiums an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena von 2003 – 2007 und der nachfolgenden Literatur:

  • Vorlesung: “Pharmazeutische Biologie” aus dem 1.-3. Semester – Dozent: Dr. Bernd Liebermann
  • Vorlesung: „Ökotrophologie“ aus dem 4. Semester – Dozent: PD Dr. Volker Böhm
  • Vorlesung: “Biochemie” aus dem 5. Semester – Dozent: Prof. Dr. Thomas Winckler
  • Hofmann, I.; Carlsson, S.: Die große Ernährungstabelle, 2. Auflage, Bassermann Verlag, 2006
  • Souci, S.; Fachmann, W.; Kraut, H.: Die Zusammensetzung der Lebensmittel, Nährwerttabellen, 8. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 2016
  • Software NutriGuide® by Nutri Science GmbH, 2017: Jacobistraße 39, 79104 Freiburg

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