Rohkostcookies: gedörrt anstatt gebacken

Rohvegane Cookies ohne Zucker und glutenfrei

Saftig-fruchtige Cookies aus dem Dörrgerät? Das funktioniert? Ja, in der Tat und das sogar extrem gut. Zum ersten Mal habe ich diese Art der Zubereitung für einen meiner Vitalkostbrunches ausgetestet. Als Basis diente mir dafür das Grundrezept meiner Fitness-Cookies. Seither habe ich diverse Abwandlungen der Rohkostcookies kreiert – je nachdem, was mein Vorratsschrank gerade für mich bereithielt. Alle Versionen sind vegan, glutenfrei und natürlich gesüßt mir frischem Obst und Trockenfrüchten.
Die Teige sind super schnell und einfach zusammengemischt und funktionieren dabei alle nach analogem Prinzip.
Die absoluten Brunch-Favoriten stelle ich dir anschließend vor. Einige Kreationen erfreuten sich ganz besonders großer Beliebtheit, so dass die kompletten Teller bereits nach der ersten Buffetrunde restlos geplündert waren.

1. Zitronengras-Spirulina-Rohkostcookies

Zutaten für ca. 35 Stück

Vegane Zitronengras Spirulina Rohkostcookies komplett glutenfrei und zuckerfrei
Vegane Zitronengras-Spirulina-Rohkostcookies
  • 1 große Birne
  • 3 mittelgroße Äpfel
  • 1 Handvoll Pfefferminzblätter
  • 1 Stange Zitronengras
  • 2 EL Mesquite
  • 1 Prise Salz
  • 5 Datteln
  • 100 g Mandeln
  • 40 g Hanfsamen
  • ½ TL Spirulina

Zubereitung

  • Dörrgitter mit Dauerback- oder Dörrfolie belegen
  • Äpfel und Birne waschen, entkernen und vierteln, Zitronengras klein schneiden und mit Datteln sowie Pfefferminze im Hochleistungsmixer pürieren
  • Mandeln im Blitzhacker zerkleinern und anschließend in Schüssel mit trockenen Zutaten mischen
  • Teig mit TL abnehmen, auf Dörrgitter setzen und Cookies formen
  • alles ungefähr 13-15 Stunden bei 40°C trocknen lassen (dabei nach Hälfte der Zeit wenden und für weitere 5-6 Stunden direkt auf Gitter fertig dörren)


2. Nussige Jackfrucht-Bananen-Rohkostcookies

Zutaten für ca. 30 Stück

Vegane Bananen Jackfrucht Rohkostcookies komplett glutenfrei und zuckerfrei
Vegane Bananen-Jackfrucht-Rohkostcookies
  • 1 Banane
  • 1 Handvoll gedörrte Jackfrucht
  • 50 g Cashewkerne
  • 30 g Paranüsse
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • 1 Prise Salz
  • 10 Walnüsse
  • 3 EL Kokosraspeln
  • 2 EL Kakaonibs

Zubereitung

  • Dörrgitter mit Dauerback- oder Dörrfolie belegen
  • Banane und Jackfrucht klein schneiden und alles im Standmixer pürieren
  • Kerne und Nüsse im Blender zerkleinern und in Schüssel mit Vanille, Salz sowie Kokosraspeln mischen
  • Fruchtpüree zugeben und alles zu homogener Masse vermengen
  • abschließend Hälfte der Kakaonibs im Blender zerkleinern und mit ganzen Stückchen zusammen in Teig integrieren
  • Masse mit TL abnehmen und anschließend auf Dörrfolie setzen
  • Teighäufchen mit befeuchteten Händen in Cookie-Form modellieren und 12-14 Stunden bei 40°C trocknen lassen (dabei nach 7 Stunden wenden und direkt auf Gitter fertig dörren)

3. Fruchtige Müsli-Rohkostcookies

Zutaten für ca. 40 Stück

Glutenfreie vegane Müsli Rohkostcookies ohne Zucker
Vegane Müsli-Rohkostcookies
  • 2 kleine Bananen
  • 2 EL gefriergetrocknete Cranberries
  • 5 Datteln
  • 30 g Mandelmus
  • 40 g Cashewkerne
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Walnüsse
  • 2 EL Kokosraspeln

Zubereitung

  • Dörrgitter mit Dauerback- oder Dörrfolie belegen
  • Bananen, Cranberries und Datteln klein schneiden und alles im Standmixer pürieren, dann Mandelmus zufügen und erneut mixen
  • Kerne und Nüsse im Blender zerkleinern und in Schüssel mit Vanille, Salz sowie Kokosraspeln mischen
  • Mandel-Fruchtpüree zugeben und alles zu homogener Masse vermischen
  • Teig mit TL abnehmen und anschließend auf Dörrfolie setzen
  • Teighäufchen mit befeuchteten Händen in Cookie-Form modellieren und ungefähr 10-12 Stunden bei 40°C trocknen lassen (dabei nach Hälfte der Zeit wenden undauf Gitter fertig dörren)

4. Mango-Kokos-Hanf-Rohkostcookies

Zutaten für ca. 35 Stück

Vegane Mango Kokos Hanf Rohkostcookies komplett glutenfrei und zuckerfrei
Vegane Mango-Kokos-Hanf-Rohkostcookies
  • 2 Bananen
  • 40 g gedörrte Mangos
  • 40 g Hanfsamen
  • 3 EL Kokosraspeln
  • ½ TL gemahlene Vanille
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Mandeln
  • 2 EL Kakaonibs

Zubereitung

  • Dörrgitter mit Dauerback- oder Dörrfolie belegen, dann Bananen und Mangos pürieren
  • Hanfsamen, Mandeln und Kokosraspeln im Blender zerkleinern und anschließend in Schüssel mit Vanille und Salz mischen
  • Bananen-Mango-Püree zugeben, alles zu homogener Masse verarbeiten und abschließend Kakaonibs unterheben
  • Teig mit TL abnehmen und dann auf Dörrfolie setzen
  • Teighäufchen mit befeuchteten Händen in Cookie-Form modellieren und 12-14 Stunden bei 40°C trocknen lassen (dabei nach Hälfte der Zeit wenden und auf Gitter fertig dörren)


5. Chufa-Kürbis-Rohkostcookies

Zutaten für ca. 30 Stück

Vegane Chufa Kürbis Rohkostcookies komplett glutenfrei und zuckerfrei
Vegane Chufa-Kürbis-Rohkostcookies
  • ¼ Hokkaidokürbis (ca. 300 g)
  • 100 g Erdmandelmehl
  • 3 EL Sonnencarob
  • 1 TL Zimtpulver
  • 2 EL Kokosöl
  • 3-4 EL Yaconsirup
  • ca. 70-80 ml Kokoswasser
  • 2 Handvoll Kürbiskerne
  • 2 EL Kakaonibs
  • ½ Tonkabohne
  • 1 Prise Salz
  • 1 Msp. Muskat

Zubereitung

  • Dörrgitter mit Dauerback- oder Dörrfolie belegen, dann Kürbiskerne und Tonkabohne grob zerkleinern
  • Kürbis waschen, halbieren, entkernen, klein schneiden und dann im Hochleistungsmixer mit Yaconsirup pürieren
  • Erdmandelmehl, Salz, Muskat, Sonnencarob und Zimt mit Kürbiskernen sowie Tonkabohne in Schüssel mischen
  • Kokosöl, Kokoswasser sowie Kürbispüree zufügen und alles zu homogenen Teig verarbeiten
  • abschließend Kakaonibs unterheben, Teig mit TL abnehmen, auf Dörrgitter setzen und Cookies formen
  • alles um die 10-12 Stunden bei 40°C trocknen lassen (dabei nach Hälfte der Zeit wenden und direkt auf Gitter fertig dörren)

Diese Form der Zubereitung nimmt zwar ein wenig mehr Zeit in Anspruch als die gebackene Variante, aber sie stellt für alle Rohköstler, die gern delikate Cookies verzehren, eine großartige Alternative dar.
Durch den Dörrprozess sind sie mittig super chewy, während die Kruste am Rand einen wunderbaren Crunch-Effekt erzeugt. Aufgrund der schonenden Dehydrierung bleiben die Aromen der Früchte optimal erhalten und die Vanille entfaltet hier besonders intensiv ihre individuellen Geschmacksnuancen.

Zubereitung auch im Backofen möglich

Auch wenn du nicht zu den glücklichen Besitzers eines Dörrgerätes gehörst, so kannst du die Rezepte dennoch gern austesten und natürlich nach deinem Gusto variieren. Die Cookies lassen sich ebenfalls im normalen Ofen bei 180°C Ober- und Unterhitze ungefähr 15-20 Minuten backen.

Wenn du eine der Varianten zubereitest (oder gleich alle), dann teile sehr gern dein Feedback in den Kommentaren oder auf Facebook bzw. sende mir deine Fotos auf Instagram.

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