Stress-Management: weniger Druck für mehr Erfolg

Im Hamsterrad des Alltags die Nerven zu behalten, scheint fast unmöglich. Aber nur fast: denn mithilfe von Meditation, Entspannungstechniken und Achtsamkeitsübungen können wir diesen Teufelskreis durchbrechen. Dadurch kommen wir zur Ruhe, stellen unseren inneren Frieden wieder her und bringen uns zurück in die Balance. Auf meiner Homepage findest du nicht nur entsprechende Anleitungen und Tipps, sondern erfährst zudem alles über die Physiologie der Stress-Entstehung in unserem Körper. In verschiedenen Beiträgen bekommst du relevante Hintergrundinformationen über den sogenannten “Flucht-Kampf-Mechanismus”, der bei permanenter Aktivität zum Stress-Syndrom führen wird, woraus dann im schlimmsten Fall ein Burnout resultiert. Demgegenüber stehen die magischen drei physiologischen Entspannungsgesetze, die wir im Yoga ganz gezielt einsetzen, um den “Relaxing Response” anzuregen, der uns aus der Stressfalle befreit. Das gelingt bereits mithilfe ganz einfacher Praktiken, die du jederzeit für dich im Alltag anwenden kannst. Weniger Stress für mehr Erfolg in Beruf, Familie und Leben.

Hauptproblem: Leistungsgesellschaft

Von klein auf wurde uns anerzogen, dass wir zu funktionieren haben. Höher, schneller, weiter! Bereits in der Schule stoßen viele Kinder an ihre Grenzen. Anstatt die individuellen Stärken zu fördern, liegt der Hauptfokus auf ihren Schwächen. Das setzt die Kleinen massiv unter Stress. Nicht umsonst leiden mittlerweile bereits die Grundschüler unter erheblichen Schlafstörungen. Daneben scheint ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom) zusammen mit Diabetes Typ 2 die neue Volkskrankheit zu sein. Wir essen und stressen uns krank!

Top 10 Anti-Stress-Tips

Anschließend möchte ich dir an dieser Stelle meine persönlichen Anti-Stress-Tipps nicht vorenthalten. Die Reihenfolge ist hier willkürlich gewählt und folgt keinem Ranking.

1. Think positive

Hört sich einfach an, lässt sich allerdings oft nur sehr schwer umsetzen. Dabei ist es essentiell wichtig, dass wir unsere alten Denkmuster verändern. Statt darüber zu lamentieren, was wir vielleicht heute nicht bewältigen konnten, lieber daran erfreuen, was wir bereits geschafft haben.

2. Ignoranz

Klingt zugegebenermaßen zunächst sehr brutal an, aber wird dir mit Sicherheit helfen. Du hast sicherlich gewisse Triggerthemen, die dich unweigerlich zur Weißglut treiben – sei es die Politik oder das Wetter. Blende sie gnadenlos aus! Ich persönlich schaue mir weder Nachrichten im Fernsehen an, noch studiere ich die Zeitung. Es bringt nichts sich über Dinge aufzuregen, die du sowieso nicht ändern kannst.

3. Akzeptanz

Du wirst immer wieder mit Situationen, Problemen und Konflikten konfrontiert werden, die du just in diesem Moment nicht klären bzw. lösen kannst. Anstatt dir stundenlang darüber den Kopf zu zerbrechen – akzeptiere es, nimm es an.

4. Mono- statt Multitasking

Hier mal eben die Whatsapp-Nachrichten checken, dort mal schnell ein paar Likes auf Facebook verteilen und im Hintergrund läuft gerade das aktuelle Video unseres Lieblingsyoutubers. Ganz beiläufig verzehren wir unser Mittagessen – allerdings nur einhändig, denn in der anderen halten wir unser Smartphone, mit dem wir gerade das Gericht abgelichtet haben, um es gleich auf Instagram zu posten. STOP! Zuviel Multitasking auf sämtlichen sozialen Plattformen oder auf Arbeit überfordert uns, lässt auf Dauer den Spiegel der Stresshormone ansteigen, führt zu seelischer Dysbalance und im schlimmsten Fall zu schwerwiegenden Erkrankungen wie Depressionen oder Borderline.

5. Das richtige Atmen

Durch Fehlhaltungen des Körpers haben sich mittlerweile viele Menschen angewöhnt überwiegend über den Brustkorb zu atmen. Die effektivere Bauchatmung spielt nur eine untergeordnete Rolle. Problem: wir nehmen zu wenig Atemluft auf. Beim Säugling hingegen dominiert die Bauchatmung, wodurch der Körper mit wesentlich mehr Sauerstoff versorgt wird. Nicht nur Rhetoriktrainer oder Gesangslehrer legen ihren Fokus auf die Optimierung dieser Technik. Auch im Yoga spielt sie die zentrale Rolle. In erster Linie dienen Pranayama-Praktiken der Kontrolle unserer Vitalenergie. Der große Vorteil: wirklich jeder kann sie erlernen – egal ob er weitere Yoga-Übungen durchführt oder nicht. Die Sauerstoff-Zufuhr wird erhöht und gleichzeitig die Ausatmung von CO2 über die Lungen gefördert. Pranayama belebt unseren Körper und Geist und stellt eine optimale Möglichkeit zur alltäglichen Stressbewältigung dar. Bewusstes und tiefes Atmen mit der Fokussierung auf Ein- und Ausatmen hilft auch bei Panikattacken und Angstzuständen. Dabei solltest du doppelt solange aus- wie einatmen.

6. Meditiere!

Viele Menschen sind durch unsere schnelllebige und hektische Zeit überfordert, fühlen sich ausgelaugt und finden keine innere Ruhe. Meditation hilft ungemein! Der Begriff „meditatio“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet “nachsinnen, Gedanken vertiefen”. Er beschreibt einen tiefschlafähnlichen Zustand, bei dem Körper und Geist allerdings wach bleiben. Ziel ist es die Gedanken zur Ruhe zu bringen, die Achtsamkeit zu steigern, den Geist zu fokussieren und inneren Frieden zu finden, um auf diese Weise eins mit dem Göttlichen bzw. einer höheren Wirklichkeit zu werden. Bereits 10-15 Minuten täglich reichen für den Anfang aus, um positive Effekte zu erzielen. Einige Tipps habe ich dir hier zusammengestellt.

7. Gönn’ dir Gutes – Zugang zur Selbstliebe!

Selbstliebe und Selbstmotivation – zwei Begriffe unserer modernen Gesellschaft, die in Zeiten von Multitasking und Stress einen umso höheren Stellenwert einnehmen (sollten). Doch gewusst wie!? Im Alltag nicht immer leicht umzusetzen. Egal ob ein Kinobesuch mit Freunden, ein genussvolles 5-Gänge-Menü, eine entspannende Massage, eine wilde Tanzparty, ein herausfordernder Extremsport, ein erholsamer Strandurlaub – “erlaubt” ist, was dir gut tut. Ausgleich zum hektischen Alltag erweist sich als absolut essentiell. Ich habe z.B. neben dem Yoga und dem Kreieren von (Roh)köstlichkeiten das Gärtnern für mich gefunden. Es hilft mir zu entspannen, den Kopf frei zubekommen, neue Ideen zu entwickeln und vor allem eine lebensbejahende positive Grundeinstellung zu manifestieren, so dass ich mittlerweile endlich gelernt habe mich selbst zu akzeptieren und zu mögen – mit all meinen kleinen sowie großen Schwächen, Marotten und Makeln.

8. Vernetze dich mit Gleichgesinnten!

Ein Adler unter Wölfen wird nie erfahren, dass er fliegen kann und als König der Lüfte den Himmel beherrscht. Soll heißen: in einem sozialen Umfeld, was deine Interessen nicht teilt und dich eventuell sogar diskreditiert, wirst du nie dein volles Potential entfalten. Ich weiß, wovon ich schreibe: in einem kleinen 200-Seelen-Dorf im Bundesland der Rostbratwürste und Brätle gilt man als Egozentriker, wenn man vegan lebt, sich mit Spiritualität bzw. Achtsamkeit auseinandersetzt und dazu noch sein eigenes Obst und Gemüse anbaut. Das schlägt irgendwann auch auf’s sonnigste Gemüt. Aus diesem Grund empfehle ich allen Pflanzenfreunden den Besuch von veganen Messen, Rohkostpotlucks oder Ashrams. Dort kannst du dich mit Gleichgesinnten austauschen und neue Motivation plus Kraft schöpfen.

9. Komm in Gang!

Adäquate Bewegung im alltäglichen Rahmen bildet eine tragende Säule für einen gesunden, vitalen Organismus. Du musst dich nicht im Fitness-Studio auspowern. Viel entscheidender ist die Kontinuität, um dauerhaft in Schwung zu bleiben. Beliebte Klassiker sind vor allem Schwimmen, Laufen, Radfahren. Neben dem Krafttraining praktiziere ich ausgiebig Yoga. Direkt nach dem Aufstehen starte ich mit einer ausgedehnten Morgen-Routine, um energiegeladen in den Tag zu starten. Übrigens ein nicht zu unterschätzendes Workout stellt das Gärtnern dar. Hört sich skurril an, aber jeder, der schon einmal auf den Beeten geackert hat, weiß wovon ich spreche. Allerdings musst du dir nicht zwangsläufig ein temporeiches Hobby zulegen. Treppe statt Fahrstuhl bzw. Fahrrad oder Füße statt Auto können bereits wahre Wunder bewirken und tragen zum Muskelaufbau und Stressabbau bei.

10. Go offline – raus in die Natur!

Gerade die Informationsflut aus dem Internet sowie den sozialen Netzwerken überfordert uns extrem. Genau aus diesem Grund sollten wir uns Phasen gönnen, in denen wir nicht permanent erreichbar sind. Die Welt wird nicht gleich untergehen, wenn wir uns einen gewissen Zeitraum in den Offline-Modus begeben. Für mich gehören tägliche Aufenthalte im Grünen zur Erdung, Selbstreflexion und Entschleunigung zu den effektivsten Therapiemethoden – ohne Internet und technische Gadgets. Ich genieße die Zeit im Hier und Jetzt. In jenem Moment existieren nur die Natur und ich. Achtsam die Umgehung beobachten, bewusst einige tiefe Atemzüge nehmen und gezielt in sich hinein spüren – all das lässt uns entspannen. Solche Regenerationsphasen sind gerade in unserer hektischen Alltagswelt mehr als essentiell, um psychischen Erkrankungen und Burnout erfolgreich präventiv zu begegnen.

Ich hoffe, dass dir meine Ausführungen dabei helfen, deinen Alltag stressfreier und gesünder zu gestalten. Hast du noch Tipps und Techniken parat, die du vorzugsweise anwendest? Dann teile deine Erfahrungen sehr gern in den Kommentaren oder komm in die Facebook-Gruppe von Yomvital.

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