Vegane Basismarinade – mein “Mädchen für alles”

Beste vegane Basismarinade aus nur 3 Zutaten

Die folgende vegane Basismarinade eignet sich nicht nur zum Braten oder Dünsten. Vielmehr lässt sie sich ubiquitär anwenden – auch in der Rohkostküche – z.B. als Bestandteil von Salatdressings bzw. Dips und Saucen oder auch um Dörrgut zu pimpen. Sogar der häufig verhasste Naturtofu wird dadurch zum Sternemenü.

Zutaten für ca. 50 ml

  • 2 EL Tamari
  • 1 EL Yaconsirup
  • 1 EL Pflanzenöl
  • optional: Gewürze, Kräuter, Zitrusfrüchte (Zitrone, Orange, Limette), Knoblauch, Zwiebeln, getrocknete Tomaten, Kapern etc.

Zubereitung

  • alle Zutaten in Schüssel homogen vermischen
  • Dörrgut mit Marinade übergießen, manuell einmassieren und mindestens 5-6 Stunden (am besten über Nacht) durchziehen lassen

Die perfekte vegane Basismarinade

Und das war’s bereits. Mein “Mädchen für alles”: minimaler Aufwand, maximaler Wow-Effekt. Die perfekte vegane Basismarinade sollte aus drei Komponenten bestehen: Umami, Süße und Fett. Optional kann noch Säure hinzugefügt und das Ganze mit Kräutern oder Gewürzen verfeinert werden.
Falls du z.B. in die mediterrane Richtung gehen möchtest, dann eignen sich vor allem Basilikum, Estragon, Salbei, Oregano, Thymian oder Paprikapulver. Für asiatisch-indische Gerichte passen Ingwer, Zitronengras, Curry, Kumin, Chili oder Wasabi ausgezeichnet. Da sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Umami-Aroma

Ich verwende als Umami-Komponente ganz klassisch Tamari (eine rohe, glutenfreie Sojasauce). Alternativ könnte ich mir allerdings auch ein Miso hervorragend vorstellen.

Yaconsirup für die süße Note

Als Süßungsmittel präferiere ich in dem Fall den Yaconsirup, da er einen relativ moderaten Fructoseanteil enthält. Diese liegt in Form von Fructooligosacchariden vor, was – genau wie auch der Ballaststoff Inulin – dazu beiträgt, die negativen Effekte auf die Leber zu reduzieren. Außerdem weist der Sirup einen geringen glykämischen Index auf, so dass er auch für Diabetiker sehr gut geeignet ist. Alternativ kannst du z.B. auch auf Apfelsüße oder Dattelsirup zurückgreifen. Von Agavendicksaft oder Ahornsirup rate ich aus gesundheitlichen Aspekten generell ab, aber auch die würden ihre Funktion erfüllen.

Fett als Geschmacksträger

Die Auswahl der Fettkomponente richtet sich bei mir nach dem Verarbeitungsprozess. Wenn ich das Gut im Dörrgerät bei Rohkosttemperatur trockne, dann greife ich zu nativen, kaltgepressten Leinöl als Mittel der Wahl, denn dieses weist das optimale ω3 zu ω6-Verhältnis von 4:1 auf. Wenn später gegrillt oder gebraten wird, dann verwende ich Rapsöl als regionales nachhaltiges Produkt, da es einen relativen hohen Rauchpunkt aufweist und auch bei extremen Temperaturen nicht zur Bildung von Transfetten neigt. Als Alternativen lassen sich hier auch Kokosöl, Sonnenblumenöl oder Erdnussöl zum Einsatz bringen, die allerdings einen wesentlich schlechteren ω3 zu ω6 Quotienten aufweisen.

Praktischer Quicktipp

Last but not least noch ein genialer Tipp: meist bleibt bei mir noch Marinade übrig, da ich immer mehr herstelle, um das Dörr- oder Gargut ausreichend zu benetzen. Die übrige Flüssigkeit bitte auf keinen Fall entsorgen. Sie lässt sich hervorragend einfrieren. Dazu füllst du sie einfach in Eiswürfelformen oder einen Gefrierbeutel, presst alles schön flach und lagerst sie im Tiefkühler.
Damit kannst du sie auch prima auf Vorrat herstellen, bei Bedarf kurz auftauen und dann entsprechend verarbeiten.
Dicht verschlossen im Kühlschrank gelagert hält sich die vegane Basismarinade ungefähr 4-5 Tage.

Hast du auch eine favorisierte Mixtur zum Marinieren und Verfeinern? Teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren oder in der Facebook-Gruppe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.