Regelmäßige Yogapraxis – der perfekte Stresskiller

Namast-Hä? Asan-Was? Meister Yoda? – Was ist Yoga?

Ja, ich habe tatsächlich geschaut wie die Kuh ins Uhrwerk als ich mich zum ersten Mal mit dem Begriff „Yogapraxis” konfrontiert sah. Und ich habe einige Anläufe benötigt, bis ich meinen Zugang dazu gefunden habe. In dem Zusammenhang habe ich entdeckt, dass:

  • es sich hierbei nicht um einen Yedi-Ritter handelt, sondern um ein 5000 Jahre altes indisches Philosophiesystem
  • Namasté als Mudra (Handgeste) und Gruß der Yogis „Ehrerbietung an dich“ bzw. „das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir“ bedeutet
  • Asanas als körperlich-geistige Übungen bezeichnet werden, die jeder von uns egal in welchem Alter praktizieren kann

Integraler Yoga als Königsdisziplin

Der Begriff per se bedeutet zunächst einmal „Vereinigung, Verbindung, Einheit, Harmonie“ zwischen Mensch und dem göttlichen Prinzip. Mithilfe von Körperübungen wird ein meditativer Zustand ohne jegliche Gedanken angestrebt. Erklärtes Ziel im Yoga: Körper, Geist und Seele in Einklang bringen, um die ursprüngliche Harmonie wieder herzustellen. Ein ganzheitlicher bzw. integraler Yoga nach Swami Sivananda, wie ich ihn bei Yoga Vidya kennen und lieben lernte, inkludiert sechs verschiedene Wege:

  • Hatha Yoga: Körperübungen
  • Kundalini Yoga: Energie
  • Bhakti Yoga: liebende Hingabe
  • Jnana Yoga: Wissen
  • Karma Yoga: uneigennütziges Dienen
  • Raja Yoga: Geistesbeherrschung

Darum ist Yoga so großartig!

Yogapraxis und Meditation in der Natur
Integraler Yoga bringt Körper, Geist und Seele in Einklang

Früher habe ich immer geglaubt Yoga und Meditation sei der perfekte Vorwand für Esoteriker und Weltverbesserer, um sich nicht mit den Alltagsproblemen auseinandersetzen zu müssen. Weit gefehlt! Denn die Yogapraxis hilft uns allen! Gerade in unserer heutigen Stressgesellschaft finden mehr und mehr Menschen den Zugang dazu. Die unzähligen positiven Effekte wurden bereits in vielen wissenschaftlichen Studien bewiesen und dokumentiert:

  • harmonisierende Wirkung auf den gesamten Organismus
  • Linderung körperlicher Leiden und Erkrankungen
  • körperliche Fitness
  • Verbesserung des Selbstwertgefühls
  • Erweckung „schlafende“ Fähigkeiten bis hin zur Kundalini-Energie (Schlangenkraft)

Wirkung auf verschiedenen Ebenen

Ganz allgemein lässt sich Folgendes festhalten: Yoga eignet sich hervorragend, um Körper, Geist und Seele zur Ruhe zu bringen. Er hilft uns den Alltag effizienter zu gestalten und Stress abzubauen, in dem er:

  • die Herzfrequenz (Puls) reduziert
  • den Hypothalamus aktiviert, wodurch die Produktion von Serotonin (unserem Glückshormon) und Melatonin ansteigt, während der Adrenalin- und Cortisol-Spiegel (unsere Stresshormone) gesenkt werden
  • den Blutdruck ausgleicht
  • die Verdauung durch Steigerung des Parasympathikotonus und gleichzeitige Supprimierung des Sympathikus verbessert
  • die Konzentration steigert
  • Inspiration und Kreativität fördert
  • das Immunsystem stimuliert
  • das seelische Gleichgewicht durch verbesserte Kontrolle der Emotionen wiederherstellt

System für die Gesundheit

Yoga kann von jedem in jedem Alter praktiziert werden. Eine Yogastunde lässt sich individuell an die Bedürfnisse der Teilnehmenden anpassen. Ob Kind, Schwangere, Senioren, Stressgeplagte, körperlich Erkrankte – für alle Konstitutionen findet sich die adäquate Yogapraxis. Dabei kann es vor allem bei Verspannungen helfen; Körper-, Rücken-, Kopfschmerzen lindern; die Infektanfälligkeit reduzieren und das Denkvermögen steigern. Ganz wichtig: die Yogapraxis zielt nicht darauf ab in Konkurrenz mit sich bzw. seiner Umgebung zu treten. Es geht nicht darum sich kontinuierlich zwanghaft verbessern zu müssen, sondern vielmehr eine Herausforderung anzunehmen, um sich und seine Fähigkeiten besser kennenzulernen. In diesem Sinne sollten wir immer auch unsere eigenen Grenzen akzeptieren.

Wie finde ich den/die Richtige(n)?

Wie solltest du am besten vorgehen, wenn du mit Yoga beginnen willst? Die Antwort: suche den passenden Yogalehrenden! Klingt einfach, gestaltet sich aber oft sehr schwierig. Ich persönlich habe – wie erwähnt –  mehrere Anläufe gebraucht bis ich tatsächlich jemanden entdeckte, der perfekt mit mir resonierte. Wende dich am besten an ein Yogazentrum in deiner Nähe. Ich rate tunlichst davon ab mithilfe von Internetvideos oder anhand von Abbildungen die Asanas selbst zu praktizieren, denn das Verletzungspotential ist einfach zu hoch! Den geeigneten Lehrenden erkennst du daran, dass eine stimmige Harmonie zwischen Schüler/in und Unterrichtenden entsteht. Er/sie sollte dich inspirieren und ermutigen ohne dabei autoritär oder egozentrisch zu agieren.

Yogapraxis für Einsteiger

Die vermutlich bekannteste Aufwärmübung im Yoga, hört auf den klangvollen Namen „Sonnengruß“. Dabei handelt es sich um eine Abfolge aus 12 verschiedenen Asanas. Weiterhin empfehlenswert: das Dreieck, der Baum, der Held, der herabschauende Hund, die Kobra, Katze-Kuh-Kombination, Vorwärtsbeuge sowie der Fisch.